Bürogebäude "EnergieForum"
Berlin
Glaspalast ohne Klimaanlage
Energiedesign in Perfektion: Das Bürogebäude "EnergieForum" in Berlin-Friedrichshain verbindet moderne Glasarchitektur mit einem zukunftsweisenden Klimakonzept. Energiesparende Gebäudetechnik und die durchdachte Gebäudehülle begrenzen den jährlichen Primärenergiebedarf auf 100 Kilowattstunden pro
Quadratmeter. Der variable Sonnenschutz - eine Kombination aus Hightech-Sonnenschutzverglasung und innenliegenden Lamellen - sorgt zudem für effektiven Hitzeschutz im Sommer.
Der Standort des EnergieForums zwischen Ostbahnhof und Spreeufer hat eine lange, projektbezogene Geschichte: Hier ist seit mehr als 150 Jahren Energie das Thema. Früher sorgten die Berliner Gaswerke dafür, dass die Lichter der Stadt brannten, heute vereint der Neubau Unternehmen der Branchen "regenerative Energien" und "rationelle Energieverwendung" unter einem Dach.
Foto: Interpane
Ganzheitliches Energiedesign gefragt
Das Forum sollte nicht nur Heimat für ökologisch-nachhaltig aktive Firmen werden, sondern als Bauwerk ein Beispiel für durchdachte Energie-Konzepte sein. Deshalb stießen schon frühzeitig Energieplaner vom Steinbeis-Transferzentrum Energie-, Gebäude- und Solartechnik, Stuttgart, unter Führung von Univ. Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch hinzu und entwickelten ein ganzheitliches Energiekonzept.
Viel Licht trotz hohem Sonnenschutz
Neben einem angenehmen Raumklima beeinflusst insbesondere natürliches Tageslicht das Wohlbefinden von Büronutzern. Deshalb wählten die Planer eine Verglasung, die bei hohem Sonnenschutz dennoch viel Tageslicht nach innen lässt. Moderne Sonnenschutzgläser erfüllen diesen Anspruch - wie das in den Lochfenstern der Neubauten verwendete ipasol neutral 68/34 des Glasveredlers Interpane. Es kombiniert geringen Sonnenenergiedurchlass (g-Wert = 37 % nach EN 410) mit hoher Lichtdurchlässigkeit (tL=68 %).
Möglich macht dieses die hauchdünne Schicht auf der Innenseite der Außenscheibe, die Sonnenstrahlen nach ihrer Wellenlänge selektiert. Während langwellige Wärmestrahlen (IR) zum großen Teil reflektiert werden, passiert der kurzwellige Anteil - sichtbares Tageslicht - nahezu ungehindert und erhellt die Innenräume auf natürliche Weise.
ipasol 68/34 verfügt zusätzlich über hervorragende Wärmedämmeigenschaften. Die Wärmeschutzschicht und eine Edelgasfüllung (Argon) im Scheibenzwischenraum der Verglasungseinheit sorgen für einen geringen Wärmedurchgangskoeffizienten (Ug = 1,1 W/m²K nach EN 673).
In den Lochfenstern der Altbau-Nordfassade wurde das Interpane Warmglas iplus C eingesetzt. Hier spielte Sonnenschutz eine untergeordnete Rolle, so dass hochwertiges, aber preisgünstigeres Warmglas genügte. Statt Argon ist der Scheibenzwischenraum mit Krypton gefüllt. Ein zweistufiges its-Randverbundsystem (its = interpane thermo-system) mit speziell entwickeltem Edelstahlprofil verringert durch die niedrigere Wärmeleitfähigkeit zusätzlich den Wärmeverlust im Anschlussbereich von Glas und Rahmen.
Farbneutrales Fassadenbild
Bauherren und Planer wünschen bei gläsernen Fassaden häufig hohe Transparenz bei farbneutraler An- und Durchsicht. ipasol 68/34 ermöglicht durch einen geringen Außenreflexionsgrad von zehn und einen Innenreflexionsgrad von zwölf Prozent einen besonders transparenten Eindruck. Weil das Basisglas zudem aus eisenoxidarmem Weißglas besteht, werden selbst bei ungünstigen Sonneneinfallswinkeln grünliche Glaskanten verhindert.
Bewährt im Jahrhundertsommer
Das EnergieForum hat im extrem heißen Sommer 2003 die erste Bewährungsprobe bestanden. Viele Mieter berichten, dass die Büroräume auf der Süd- und Westseite nicht überhitzten. "Morgens war es durch die automatische Nachtbelüftung angenehm kühl. Zwar wurde es in den Räumen in den Nachmittagsstunden warm, aber nicht unangenehm heiß", stellt einer der Büro-Nutzer fest.
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Die glatte, grünschimmernde Metallfassade der Neubauten setzt optische Akzente. Das in den Lochfenstern verwendete ipasol neutral 68/34 des Glasveredlers Interpane kombiniert geringen Sonnenenergiedurchlass mit hoher Lichtdurchlässigkeit. |
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Das EnergieForum sollte nicht nur Heimat für ökologisch-nachhaltig aktive Firmen werden, sondern als Bauwerk Beispiel für ein zukunftsweisendes Klimakonzept sein: Energiesparende Gebäudetechnik und durchdachte Gebäudehülle begrenzen den jährlichen Primärenergiebedarf auf 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Foto: Interpane |

Foto: Interpane
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Die nach Süden ausgerichtete Glasfassade kombiniert Photovoltaikmodule und ein Fensterband. Kühlkonzept und Sonnenschutz haben im extrem heißen Sommer 2003 ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Foto: Interpane |

Foto: Interpane





