„Glass Configurator“ berechnet jetzt auch EPD für jedes Produkt

Der „Glass Configurator“ von AGC Glass Europe ermöglicht es Architekten und Planern, die licht- und strahlungsphysikalischen Eigenschaften von Verglasungen zu berechnen und attraktive Konfigurationen nach ihren Anforderungen zu erstellen. Jetzt wurde das umfangreiche Werkzeug um die Berechnung von „Environmental Product Declarations“ (EPD) erweitert, die auf der Grundlage einer vollständigen Ökobilanz umfassend und prägnant die Umweltauswirkungen zahlreicher Produkte angeben. „So erhalten Architekten und Planer fundierte, überprüfte und somit vergleichbare Informationen, die im Rahmen verschiedener internationaler Programme für umweltfreundliches Bauen, wie DGNB, LEED, BREEAM oder WELL, positive Auswirkungen auf die Umweltzertifizierung ihrer Gebäude besitzen“, erläutert Sebastian Schmidt, Vorstand von AGC Interpane.

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Environmental Product Declarations (EPDs) bzw. Umweltproduktdeklarationen (UPDs) sind ein zentrales Werkzeug zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Baustoffen und -produkten über ihre gesamte Lebensdauer. Der jetzt vollständig in den „Glass Configurator“ der AGC-Gruppe integrierte „EPD Generator“ ist eine benutzerfreundliche, leicht verständliche und fundierte Lösung, die Anwendern Hinweise und Vergleichsmöglichkeiten zur Lebenszyklusanalyse ihrer individuell konfigurierten Produkte bietet. Konnten Architekten und Planer das Tool bisher zur Konfiguration ihrer optimalen Verglasung einsetzen, können sie die EPD für zahlreiche Konfiguration ab sofort gleich „miterstellen“. Das Tool berechnet mögliche Umwelteinflüsse der bewerteten Konfiguration und gibt anschließend einen umfassenden und präzisen Überblick über ihre Ökobilanz. Anhand von mehr als 30 Umwelt- und Rohstoffindikatoren stellt die EPD eine detaillierte und aussagekräftige Analyse über den gesamten Lebenszyklus dar. Die erstellten EPDs erfolgen auf Grundlage der EN 15804+A2 und EN 17074. Eine unabhängige Überprüfung durch Dritte für den EPD Generator wird in den nächsten Monaten abgeschlossen.

EPD: Wichtig für die Anforderungen der BauPVO

Einige der in den generierten EPD enthaltene Informationen werden voraussichtlich erforderlicher Bestandteil der Leistungs- und Konformitätserklärung gemäß der neuen Bauprodukteverordnung (BauPVO) und damit für jedes Bauprodukt verpflichtend, für das eine CE-Kennzeichnung benötigt wird. Schon jetzt werden EPDs oft für den Erhalt von Gebäudezertifizierungen nach DGNB, LEED, BREEAM und WELL vorausgesetzt. Auch die Vorschriften einiger EU-Mitgliedsstaaten setzen die Verwendung von EPD bei der Bestimmung der Umweltauswirkungen von Gebäuden ein. Sebastian Schmidt bekräftigt: „EPDs sind ein wichtiges Instrument auch für die Entwicklung neuer, nachhaltiger Baugenehmigungen. Und sie spiegeln die zunehmende Bedeutung der ökologischen Verantwortung im Bausektor wider, der wir uns als AGC verpflichtet fühlen.“

Was kann der AGC Glass Configurator sonst noch?

Mit dem Glas-Konfigurator lassen sich sowohl Monoscheiben als auch Doppel- und 3-fach-Isoliergläser sowie Verbundsicherheitsgläser hinsichtlich ihrer licht- und strahlungsphysikalischen Eigenschaften bestimmen, akustische Berechnungen vornehmen und sogar fotorealistische Visualisierungen erzeugen, um die ästhetische Wirkung in Gebäuden zu simulieren. Nutzer speichern über einen persönlichen Zugang Glaskonfigurationen in Projekten, einschließlich aller zugehörigen Berechnungen. Für die technischen Werte lassen sich Eigenschaften für spezifische Anforderungen festlegen. Dabei kann eine Drag-and-Drop Funktion genutzt werden und auch das Teilen von Inhalten ist möglich. Der Glass Configurator gibt zudem Empfehlungen für besondere Anforderungen bei Wärmedämmung, sommerlichem Hitzeschutz etc. und ermöglicht den Download von Berichten für die gewählten Glaskonfigurationen. Architekten und Planer treffen mit dem integrierten EPD-Generator informierte Entscheidungen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen und erhalten eine Grundlage zur Erstellung des „digitalen Produktpass“, der von der neuen BauPVO als pflichtgemäß angestrebt wird und als Datengrundlage für den künftigen Gebäudepass dienen soll.

 

Das AGC-Tool ist ein kostenloser Service, der in insgesamt neun Sprachen verfügbar ist: Den direkten Link zum AGC Glass Configurator inklusive EPD-Generator finden Interessierte unter www.agc-yourglass.com/configurator.

Redaktionelle Rückfragen beantwortet gern
Marc Everling
Nachhaltige Kommunikation
Inh. Marc Everling
Tel.: +49 176 64076171
memarceverling.de

Der AGC Glass Configurator liefert Planern, Architekten und Glasverarbeitern für jede individuelle Glaskonfiguration – und jetzt auch die dazugehörige EPD. Foto: AGC Glass Europe