ADAC-Zentrale, München

Eye-Catcher in Münchens Skyline


Hochhaus und Flachbau des ADAC: Gelungenes Ensemble / 12.000 Quadratmeter Glas im Stahlkorsett   

Den Ausdruck „gelber Engel“ kennt jedes Kind und ein Großteil der rund 17 Millionen Mitglieder hat schon einmal die Pannenhilfe des Unternehmens genutzt: Die Rede ist von Europas größtem Automobilclub, dem ADAC. Bis dato führte er mehr als 2.400 Mitarbeiter an sechs Münchener Standorten. Seit kurzem ist die neue Zentrale in Münchens Westen in Betrieb, die alle Mitarbeiter unter einem Dach zusammenführt. Der beeindruckende Komplex besteht aus einem fünfstöckigen geschwungenen Sockelbau, aus dem ein 18 Stockwerke hoher Büroturm aus Glas und Stahl aufragt – ein vielfarbig schillernder Blickfang in Münchens Skyline. In Fassade und Glasdach sorgen ipasol Sonnenschutzglas und iplus E Wärmedämmglas von Interpane für Tageslicht durchflutete Räume, exzellenten Schutz vor sommerlicher Überhitzung und effektive Wärmedämmung.

Auf einer Bruttogeschossfläche von 129.500 Quadratmetern arbeiten die Mitarbeiter aller Unternehmensbereiche – Versicherungen, Finanzdienste, Autovermietung, Reisen und Handy-Angebote – in einem von architektonischer Offenheit geprägten Ambiente. In den oberen beiden Stockwerken Präsidium und Geschäftsführung, darunter Großraum- und Einzelbüros und große Besprechungsräume im jeweiligen Kern jedes Stockwerks, bis hinunter zum Erdgeschoss. Dort finden die Mitarbeiter eine Cafeteria, ein hausinternes Casino, Räume für Schulungen, die Großdruckerei, die Küche, einen Lettershop und die Packerei.

Lichtdurchflutetes Foyer

Ein zentrales Foyer dient als repräsentative Lobby und ist gleichzeitig die zentrale Verteilstelle für alle Mitarbeiter, die von hier aus über Rolltreppen und Lifte die Büros des fünfstöckigen Flachbaus und die darüber liegenden 18 Hochhausetagen erreichen. Wer hier eintritt, fühlt sich gegebenenfalls wie in einem gigantischen Bahnhof, denn die alles überspannende  gläserne Dachkonstruktion flutet jeden Winkel mit Tageslicht und erlaubt den Ausblick auf die Fassade des mehr als 92 Meter hohen Büroturms. Dieser kragt wagemutig acht Meter weit über den Flachbau hinaus – in Richtung der angrenzenden Bahnlinien. Damit sich das Foyer trotz hohem Glasanteil nicht aufheizt, kommt hier ipasol platin 25/15 Sonnenschutzglas von Interpane zum Einsatz. Es verfügt über einen g-Wert von 15 Prozent – und gewährleistet damit einen wirksamen Schutz vor aufheizender Sonnenstrahlung. Dies reduziert den Klimatisierungsaufwand erheblich. Die Tageslichttransmission liegt mit TV = 25 Prozent ebenfalls niedrig, um bei hoch stehender Sonne Blendeffekte zu vermindern. Der Isolierglasaufbau im Dach besteht wegen der hohen Sicherheitsanforderungen außen aus Einscheibensicherheitsglas mit Heat-Soak-Test (ESG-H) und innen aus Verbundsicherheitsglas (VSG). Teilweise ist die Außenscheibe zusätzlich mit einem Siebdruck versehen.

In den drei Untergeschossen des Komplexes liegen die vor den Augen der Öffentlichkeit verborgenen 40 Prozent der Gebäudefläche – mit Tiefgarage, zwei topmodernen Rechenzentren, Technik und Logistik sowie einem Lieferhof, in dem sogar Sattelschlepper Platz haben.

Fassaden: Sonnen- und Wärmeschutz

Für die Fassaden des Sockelbaus und des Hochhauses bestand der Anspruch, viel Tageslicht ins Gebäude zu lassen, bei gutem Wärme- und Sonnenschutz. Die Entwurfsarchitekten von Sauerbruch Hutton (Berlin) konzipierten eine Verbundfensterfassade mit raumseitiger Isolierverglasung. Außen ist der Isolierverglasung eine durch Siebdrucktechnik veredelte Einfachverglasung vorgelagert, so dass eine permanente Hinterlüftung stattfindet. Die Öffnungsflügel der Fenster können manuell bedient werden – eine vorgelagerte Volumenstromregelanlage begrenzt jedoch die Zuluftmenge. Farbige Profile und teilflächiger Siebdruck auf der Verglasung lassen das Gebäude in 22 verschiedenen Farbtönen schillern. Die Isolierverglasung sorgt für optimales Raumklima, denn es kommt ipasol neutral 70/39 Sonnenschutz- und iplus E Wärmedämmglas von Interpane zum Einsatz. ipasol neutral erfüllt sowohl ästhetisch als auch funktional hohe Ansprüche: Neutrale Durchsicht, viel Tageslicht und hoher Sonnenschutz. Das Sonnenschutzglas gewährleistet eine besonders hohe Tageslichttransmission von TV = 70 Prozent, bei einem g-Wert von 39 Prozent. An kalten Tagen sorgt der Ug-Wert von 1,1 W/(m²K) (nach EN 673) für effektive Wärmedämmung. Der Energiebedarf für Heizung, Kühlung und Kunstlicht wird somit minimiert – das senkt die Betriebskosten und schont die Umwelt.

ipasol neutral 70/39 Sonnenschutzglas schützt vor dem Aufheizen der Räume, dämmt bei niedrigen Temperaturen und lässt besonders viel Tageslicht hinein.
Foto: Stefan Liebl, Dillingen

Der Sockelbau der neuen ADAC Zentrale überzeugt durch geschwungene Formen und beherbergt unter anderem die gewaltige Lobby, von der aus die Mitarbeiter verteilt werden.
Foto: Stefan Liebl, Dillingen

ipasol platin 25/15 Sonnenschutzglas im großflächigen Dach des Sockelbaus gewährleistet besonders hohen Sonnenschutz.
Foto: Stefan Liebl, Dillingen